Eine Ode an den Ironman oder: Papas Hobbys – die Frau eines Triathleten

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Die wirkliche Veränderung bei uns zu Hause bemerkte ich nach unserem Umzug   in eine größere Wohnung. Plötzlich kam mein Mann nach Hause und präsentierte mir stolz ein überdimensioniertes Poster darauf ein Wandkalender der unser Büroschmücken sollte, „als Trainingsplan“. Akribisch zerschnitt er bunte Post-Its und  klebte Trainingseinheiten an die passenden Tage – für das nächste halbe Jahr. Am nächsten Morgen als ich an meinem Schreibtisch saß und nichtsahnend meine Arbeiten schreiben wollte, staunte ich nicht schlecht: so sollte also unser nächstes halbes Jahr aussehen? Trainingseinheiten von mehreren Stunden an Wochenenden und Abenden – in unserer spärlich angesiedelten Zeit als Familie oder Paar.

Sport machte der Mann schon als ich ihn kennenlernte, klar, drei bis fünf mal die Woche laufen und ein bisschen Krafttraining. Doch vor ein paar Jahren begann er sich immer ehrgeizigere Ziele zu stecken. Erst war es ein Marathon, der zwar überwunden wurde aber das Ergebnis nagte am Ehrgeiz, also noch ein Marathon, ein bis zwei Halbmarathons als Trainingsläufe. Und nun wurde das laufen allein zu langweilig, Triathlon war also das Mittel der Wahl gegen die Langeweile. Das Ziel: Der Ironman. Inzwischen heißt es also nicht nur mal hin und wieder laufen sondern auch nur Rad fahren und ordentlich Bahnen schwimmen.

Ich mag es wenn der Mann viel Sport treibt denn er ist viel ausgeglichener. Doch  dieses Pensum verlangt unserer Familie neben inzwischen zwei Jobs, Kita und all den alltäglichen Wahnsinn einiges ab. Das Kind weiß wenn Papa nicht zu Hause ist,ist er entweder „arbeiten“ oder „laufen“ (was gleichzusetzen ist mit den anderen Sportarten in ihrem Wortschatz), zwei Wörter die sie ziemlich schnell nach „Mama“, „Papa“ und „mehr“ beherrschte. Für mich heißt es meine Termine nach einem Trainingsplan zu koordinieren und am Wochenende Kind und Kegel zu Rennstrecken zu manövrieren, um neben dem ganz normalen Wahnsinn ein bisschen teilzuhaben an Papas Wahnsinn . Spontanität gibt’s nur wenn da nicht gerade geschwommen, gelaufen oder geradelt wird. Aber so anstrengend es auch ist, desto mehr liebe ich diese Familie und die Energie, die sie mir abverlangt. Am Ende hab ich im letzten Jahr auch noch ganz von allein die letzten Babypfunde verloren, aber nicht etwa weil des Mannes Rennerei mich dazu motiviert hätte meine guten alten Schmöker beiseite zu legen und Sport zu treiben, sondern weil meine Verplantheit bei dieser Jongliererei immer wieder dazuführt dass ich im Sprint die Kita erreiche und Dinge im Laufschritt erledigen muss. Der Ironman wirds wohl nicht, aber falls mich nochmal ein Personaler fragt wo meine Belastungsgrenzen liegen: hoch, sehr hoch 🙂

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Der Anruf den man niemals kriegen möchte

[Untitled]Samstagabend 21:00 Uhr: Ich sitze friedlich an meinem Schreibtisch und schreibe meine Masterarbeit. Sonst versuche ich Social Media und dergleichen auszublenden, deswegen liegt mein Handy meist in einem anderen Raum – heute liegt mein Handy aus irgendeinem komischen Grund neben mir als auf meinem Display eine fremde Nummer erscheint: „Hallo ihr Mann hatte einen (Fahrrad-) Unfall. Der Krankenwagen ist unterwegs. Es geht ihm den Umständen entsprechend gut.“ Und dann der Mann selbst: „Mach‘ dir keine Sorgen, Schatz. Alles gut, ich komme nur etwas später nach Hause.“ Dann wieder der fremde Mann: „Ich weiß nicht genau wo wir sind, ich komme nicht aus München.“ Wirre Gesprächsfetzen bis ich herausfinde, dass der Unfall 50 Meter vor unserem Haus passiert ist. Mein Gehirn fährt Achterbahn. Ich kann nicht einfach losstürmen, das Kind liegt im Bett. Ich klingel bei den Nachbarn, die mir im Schlafanzug die Tür öffnen und stammel irgendwas von „Krankenwagen“ und „Unfall“ und „mein Mann“. Die Nachbarn passen auf. Ich renne auf die Straße aber nehme aus einem mir unerfindlichen Grund den Müll mit runter, unten angekommen fühlen sich die 5 Meter bis zur Tonne an wie Quälerei. Ich will zu meinem Mann und zwar JETZT. Ich renne und der Krankenwagen ist schon da. Mein Mann liegt blutend auf der Straße, gerade wird ihm eine Halskrause angelegt. Ich möchte ihn am liebsten sofort drücken, es sieht aber nicht so aus als würde ihm das gerade gut tun. Ich weiß nicht so recht was ich sagen soll. Leute erzählen mir was passiert ist, während er versorgt wird. Er sagt immer wieder ich solle mir keine Sorgen machen. Irgendwann gebe ich ihm einen Kuss. Er ist klar und sagt mir noch was ich mit seinem Fahrrad anstellen soll und, dass er mit einem Taxi nach Hause kommt. Dann fährt der Krankenwagen los – ohne mich, denn ich muss ja zurück zum Kind. Es fühlt sich an wie ein Stich ins Herz nicht neben ihm im Krankenwagen sitzen zu können und seine Hand zu halten oder sonst irgendwas zu tun. Ich stehe mitten auf der Kreuzung, die Polizei nimmt Zeugenaussagen, mein Gehirn schaltet in Notfall-Modus, während meine Kniescheiben wie wild in meinen Beinen zucken. Ich rufe den besten Freund an. Er kommt sofort, aber es kommt mir vor wie eine halbe Ewigkeit. Er passt nun auf’s Kind auf. Ich bedanke mich bei den Passanten, die meinen Mann versorgt haben, gebe der Polizei seine Daten und beruhige die andere Beteiligte, während ich geistig eigentlich im Krankenhaus bin. Ich muss daran denken, was wir ausgemacht haben als unsere Tochter auf die Welt kam – er würde mich keine Entscheidung einfach treffen lassen, er würde mich damit nicht allein lassen, er wäre der klare Kopf für uns beide – für uns alle drei. Ich will jetzt sofort sein klarer Kopf sein! Lasst mich endlich das bekloppte Fahrrad mit nach Hause nehmen! Als sie dann mit unendlichen Messungen fertig waren, renne ich nach Hause, das Gewicht des Fahrrads als ich es die Treppe hochtrage, merke ich kaum. Ich schmeiße ein paar Sachen in meine Tasche, umarme den besten Freund und renne zur U-Bahn. Dabei denke ich die ganze Zeit: Die Krankenwagenmenschen haben gesagt, es wird alles wieder. Es sieht nicht allzu schlimm aus. Die werden’s wohl wissen. Trotzdem renne ich. Wer weiß was bei einer genaueren Untersuchung herauskommt. Noch nie war ich in einem Münchner Krankenhaus und ich renne im Dunkeln die Notausfahrt hoch und stehe vor der Kinderklinik. Panik kommt auf als ich mitten auf dem dunklen Hof der Klinik stehe. Ich zwinge mich tief durchzuatmen. Wieso gibt es eigentlich im realen Leben keine riesigen mit Neonleuchten beleuchteten Schilder auf denen steht „Emergency Room“? Als ich endlich in der Notaufnahme ankomme, höre ich meinen Mann sprechen. Mir fällt ein riesiger Stein vom Herzen. Am Ende stellt sich heraus, die Verletzungen werden alle verheilen. Der Schreck sitzt dennoch tief. Jetzt zwei Tage später schaue ich immer wieder in sein von Schürfwunden und Nähten gezeichnetes Gesicht und habe ein beklemmendes Gefühl, einen Kloß im Hals. Was wäre wenn. Das darf man sich natürlich nicht fragen, trotzdem möchte ich ihn immer wieder fest drücken.

Die „Mommy-Bubble“

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Im Moment befinde ich mich in so einer “Zwischen-Zeit”, nicht richtig Studentin aber auch nicht richtig fertig. Irgendwie würde ich die Zeit gerne vorspulen und sehen was die Zukunft bringt nur damit ich nicht immer das Gefühl mein Kopf bewegt sich achterbahnmäßig mit 180 km/h auf den nächsten Looping vor. Ich wünschte, ich könnte ein Thema für eine kurze Zeit einfach ausknipsen, um mehr Platz für andere Dinge zu haben.

Dieser Wunsch erinnert mich an die Zeit nach Rosalies Geburt und da ich den Zustand der “Mommy-Bubble” nicht so schnell wieder herstellen kann wie ich ihn gerade bräuchte, schreibe ich wenigstens darüber.

Drei Monate lang war ich einfach nur Mama. Morgens habe ich ewig lang im Bett mit dem kleinen Baby gekuschelt, irgendwann mal geduscht und nachmittags bin ich stundenlang spazieren gegangen. Wenn die Kleine schlief, las ich eine Zeitschrift oder ein Buch. Ich hatte keinerlei Uni-Verpflichtungen, ich musste nicht dringend irgendwohin, das Einzige was zählte war, dass ich mich und dieses kleine Wesen versorgte. Klar, fand ich es irgendwie unglaublich anstrengend aber irgendwie war es auch unglaublich befreiend sich einer Sache so vollkommen widmen zu können und nicht von einer Sache zur nächsten zu hetzen. Den ganzen Tag dachte ich an nichts anderes als an unser neues Leben mit dem Baby.

Auf einmal erschien mir alles irgendwie anders. Ich fand auch mich selbst anders. Nachrichten interessierten mich nicht mehr so. Kleinigkeiten, die mir vorher nicht aufgefallen waren, berühten mich plötzlich und andere Dinge waren mir auf einmal völlig egal. Ohne den lieben Mann hätte ich auch niemals die ganze Bürokratie, die nach so einer Geburt auf einen zurollt, überwunden.

Ich bemühte mich trotzdem oder gerade deswegen oft mich an mein altes “Ich” zu erinnern und die “Mommy-Bubble”, die ich mir aufgebaut hatte immer weiter auszudehnen. Irgendwann zersprag sie auch wieder, aber ich kann ehrlich gesagt nicht mal genau sagen wann. Nach drei Monaten stieg ich wieder ins Unigeschehen ein, hatte Kurse vorzubereiten und Texte zu lesen (was ich meistens während des Stillens erledigte). Parallel bereitete ich eine Hochzeit vor. Im jahr 2015 dann hatte der Mann Elternzeit und ich belegte mehr Kurse in dieser Zeit, um Studium und Kind besser vereinbaren zu können. Tja, und mitten drin in diesem Alltag bemerkte ich plötzlich, dass von meiner rosaroten glitzernden Seifenblase nicht mehr viel übrig war. Damals habe ich mich gefreut, denn irgendwie habe ich mich wieder mehr wie ich selbst gefühlt, weniger fremdbestimmt und ein bisschen unabhängiger. Heute finde ich es manchmal schade, dass die Blase zerplatzt ist, denn irgendwie war es eine schöne Zeit, in der der Krach der Großstadt etwas gedämpft, die Hektik des Alltags etwas weniger und das Rattern des Hamsterrads etwas leiser wurde.

xoxo

Motherhood has changed my perspective

FullSizeRenderIt all started when I was 21 years old and moving in with my boyfriend (now husband). When my mother frequently talked to me about my soon-to-be domestic life, I would tell her that I would never have dinner ready on the table when he got home because I’m an emancipated woman and don’t feel like that it is my duty or job to provide for my male counterpart in that way (also I was well aware that he had survived more than 10 years of living without someone cooking for him every night). Another point was that I didn’t even know how to cook. I had lived on my own for some time but lived on frozen pizza, various fast food restaurants and for a “healthy” meal I would go to the university dining hall.

Now 4 years later, I love to cook. Yet, I often fail to have dinner on the table come 7 o’clock because I have so many things on my various to-do lists. Nevertheless, I have come to love cooking for my family and cherish the time I get to spend with them at our cosy table. During my parental leave from work and school I would frequently try out new recipes and try to surprise myself and the husband (not always in a good way I must admit though).

When we were looking for a new and bigger apartment the past year(s), I frequently thought: “I never want to own or live in a house. It is simply too much stuff to take care of and too many new responsibilities and items on to-do lists.” Yet, having a toddler who loves to run around outside made me miss a small garden space in which she could roam about without me worrying about her running off or getting hit by a car. Less traffic noise that has come to bother me just recently (see what I mean, I’m getting old) would also be a plus.

We will probably not own a house for quite some time and I still think it would be a lot of work and am not sure if having a private outdoor play area is worth it, especially because Munich’s playgrounds and parks are always well-equipped, fenced and carefully taken care of.

Overall though I think, having a child changed a lot in me. It resulted in a change of perspective, priorities shift (suddenly it is not important to live in an area where the subway takes you home at 4 in the morning). Maybe I now embrace domesticity more, even though I still don’t believe in conventional gender roles of me cooking, washing, caring for everyone and the husband working and mowing the yard on weekends. Maybe it is also that we always have so much stuff to do that I’m just happy for the nice quiet moments we can share as a family (although Rosalie never really is quiet since she recently became a little chatterbox but I love that too).

xoxo

Gedanken zu #regrettingmotherhood

Heute war mal wieder einer dieser Tage, an denen das Kind schon vor zehn Uhr fünf Wutanfälle hatte und sich am Ende des Tages an der Supermarktkasse auf den Boden schmiss, während Mama, die versuchte das Kind zu ignorieren, der Kopf schmerzte. Heute gehe ich ins Bett und fühle mich wie ein Versager. Keiner meiner Rollen habe ich heute gut erfüllt: Ich war weder eine gute Studentin, noch eine gute Mutter oder eine gute Ehefrau. Ich habe das Kind mindestens einmal angeschrien und zweimal einfach ignoriert, ein paar Mal habe ich mir eine weit entfernte einsame Südsee-Insel gewünscht. Zu allem Übel stellten Kind und Mutter dann heute Abend auch noch fest, dass die Lieblingspuppe vom Fahrrad gefallen sein muss, weil Mama einfach keine Lust mehr hatte auf Diskussionen und das Kind die Puppe im Sitz festhalten durfte, was quasi dem „biggest mommy fail“ in den Augen des Kindes gleichkommen muss. Der glorreiche Tag gipfelte also in ehrlich traurigen Kindertränen und Mamas Beteuerungen, dass wir die Lotta schon wiederfinden würden (morgen früh rennt Mama also gleich zum Spielwarenladen und hofft, dass es dort noch eine Lotta gibt…).

Tage wie diese sind hart und heute habe ich immer wieder an die entfachte Diskussion um #regrettingmotherhood gedacht (Artikel in der Süddeutschen dazu hier). Zugegebenermaßen sind Aussagen wie: “Wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte, hätte ich keine Kinder” hart aber auch mehr als ehrlich. Diese 23 israelischen Mütter würden auf ihre Kinder verzichten, wenn sie könnten – ein Gefühl was für mich schwer nachvollziehbar ist. Schön finde ich aber die Ehrlichkeit, die durch die Diskussion ausgelöst wurde, denn wenn wir alle mal in uns rein schauen, wünschten sich die meisten wahrscheinlich manchmal, dass unsere Kinder woanders wären, nur nicht hier. Ich bereue nicht Mutter zu sein, doch manchmal wünschte ich wäre einfach wieder allein.

Ich gebe zu, ich habe mich naiv in das Abenteuer des Mutter-Seins gestürzt und das war bisher auch immer von Vorteil, aber damals lange bevor das Kind geboren wurde, dachte ich es wäre schön einen Teil von mir immer bei mir zu haben, jemanden zu haben der mich liebt, der sich auf mich verlässt, der mir voll und ganz vertraut, dem ich die Welt zeigen kann, den ich beschützen kann. Damals vor nicht allzu langer Zeit hatte ich keine Ahnung davon wie anstrengend das eigentlich ist jeden Tag Verantwortung zu tragen, jeden Tag immer auf alles zu achten seien es herannahende Autos, runtergefallene Puppen, drohende Wutanfälle, Regenjacken an regnerischen Tagen, Sonnenhüte an sonnigen Tagen, Strumpfhosen an kalten Tagen, Schwimmhosen an Schwimmtagen, ausreichend Flüssigkeit an Krankheitstagen, saubere Bettwäsche für die Krippe, neue Windeln in der Kommode…(– und dabei soll man sich selbst nicht vergessen und den Ehemann natürlich auch nicht und natürlich den Job nicht und in meinem Fall natürlich auch das Studium nicht).

Um an all diese Dinge denken zu können, erfährt eine Mutter (und heute hoffentlich auch oft der Vater) viele Entbehrungen. Ich bin Mitte 20 und während mein Facebookfeed voll ist von Freunden, die in den exotischsten Gegenden dieser Erde Abenteuer erleben, sitze ich hier und wische Rotznasen. Wer würde da nicht an solchen Tagen kurz davon träumen „was wäre wenn ich noch keine Mama wär“. Doch das ehrlich zu zugeben fällt schwer in einer Gesellschaft, die so viel von Müttern (und Vätern) erwartet.

Ich kenne Mamas die traurig sind ihr Kind morgens in die Kita zu bringen. Ich kenne Eltern, die sagen, dass ein Lächeln des Kindes alles wieder gut macht. Diese Tage und dieses Lächeln kenne ich auch, aber wenn ich ehrlich bin, heute war nicht so ein Tag und das ist auch okay so. Ich brauche auch mal eine Pause und ich bin auch nur ein Mensch und keineswegs perfekt. Dass ich heute einen schlechten Tag hatte, heißt keinesfalls, dass ich meine bewusste Entscheidung früh Mutter zu werden in irgendeiner Art und Weise rückgängig machen würde (im Gegensatz zu der Minderheit an 23 israelischen Frauen die im Rahmen der Studie von Orna Donath ihre Kinder am liebsten nicht bekommen hätten). Ich liebe meine Tochter mehr als alles andere auf der Welt und ich finde es okay wenn sie eine Mama hat, die ehrlich zu sich selbst ist und zugibt, dass Mutter-Sein nicht jeden Tag Zuckerwatte und Seifenblasen ist.

Diese Ehrlichkeit macht mich zu keiner „Rabenmutter“ (übrigens eine schlimme Kategorisierung der deutschen Gesellschaft, für die es meines Wissens nach im Englischen nicht mal einen adäquaten Ersatz gibt) und auch die 23 israelischen Frauen sollte man vielleicht nicht so verurteilen, denn nur weil sie es heute anders machen würden, heißt es nicht, dass sie sich nicht gut um ihre Kinder gekümmert haben/kümmern oder sie weniger lieben.

xoxo

Our Easter

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I think I mentioned before that I didn’t care for Easter before we had a child. However, it grew on me and now I love it. I’m sure it is by far Rosalie’s favorite holiday. Her grandparents were in town, and she got a dozen presents over the past week. The neighbor dropped by with a small basket for her, they got to hunt for small goodies in daycare, her aunt and grandma have sent something and the other grandma came to Munich with a suitcase full of clothes and presents for her, including stickers which is by far her favorite thing to play with right now (the husband already swore revenge and promised my mom he would cover her house in stickers once we are over to visit because as you can imagine we now find them everywhere…).

Having family over for Easter reminded me how isolated we are sometimes. All of our parents, including new partners and siblings live at least a good 6 hour drive away. We have been living this way since 2011 but it became harder once Rosalie arrived. I could never call my mother to just come over and watch her for an hour while I go get my hair done. Little things like these always require a good deal of planning and let’s be honest we merely know how to spell spontaneity anymore. Having my mom dress Rosalie in the morning and fixing her breakfast so we could sleep in until 8 or maybe even 9 (!!!) was a major present brought to us by our own personal Easter bunny. Having visitors over is always also work because we are all confined in this small apartment (especially when it rains and/or snows all weekend) but this time I was simply so relaxed afterwards because I was able to shower without someone standing next to me, asking me every two seconds if I was done.

After the weekend Rosalie and I had a week of from kindergarten due to an annual Easter break and I realized how much better of a mother I was to her because I was able to catch up on a little more me-time before. I was and still am much more creative when I play with her and my patience when she is trying to put her shirt (of course backwards) is much better.

This realization made me dread living so far away. I already know this feeling from previous visits of friends and family and I know it always goes away because I love where we live, our friends, the possibilities we have here and I especially love what good of a family-team the three of us are but I still sometimes wish someone would finally invent some real life Harry Potter floo powder

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Side Note: This morning, when Rosalie held my hand all the way to the bakery to finally get her „do-nut“ while talking about trees and „piep pieps“ (=birds), I realized all of this doesn’t really matter anyway. I’m just one lucky girl since I’m being able to spend so much time with her 🙂

xoxo

Sick Babies

11044553_806312479422428_3513709057876488465_nDaycare and I have a love-hate relationship. When Rosalie was 14 months old she started daycare and it was like I had gained a new sense of freedom. Suddenly everyday from 9 to 3 I could do whatever the heck I wanted (minus going to classes, writing papers, working, prepping for classes, buying groceries or running errands). Or at least it felt like it, in fact it was probably only like 15 minutes of me-time each day but it was more than I was used to. And although it was hard to leave my baby with what felt like strangers in the beginning, it was for the better. Our relationship improved because I could spent my time in the afternoon exclusively with Rosalie (because I always tried and still try so hard to squeeze everything else into the six hours she is gone) and I was way more relaxed while playing because I had worked on my to-do list all morning.

I was afraid of all the sickness that was coming our way due to the daycare. Yet, after a few months Rosalie barely ever had a cold and I somehow thought we got really lucky. At that point I didn’t know what was coming. After christmas she had several colds, a few fevers, a pinkeye and last Saturday she spit up all over her bed, then all over the kitchen floor and then all over the living-room floor and you can imagine how it went on. So I spent the last days at home with Rosalie -again. I love having her all to myself and especially when she is all cuddly and wants to only sleep on top of me. Yet, although I can pretty much arrange my work as I see fit, I, too, have deadlines. So every time she is sick, I get anxious if I will be able to make that work. The husband obviously has to work, too and our families live far away so its all on us. Sometimes that is hard. Hence I love daycare because it gives us more flexibility and me the opportunity to pursue my career but it also gives us all this sickness which I hate, not only because the baby gets sick but also because we get all these diseases as well and they are way worse for adults usually. So when I’m not home with a sick baby, I’m sick myself. Yet, today I picked Rosalie up and she told me all excitedly in her little lady language that she got to search for a present that the Easter bunny had hidden for her. When talking to me while sitting on the back of the bike she recounts the names of all the kids in her group and tells me whom she likes to play with. There are days when she barely says “bye” because she is so eager to start playing with the others. I know she loves it there and we will make it through this phase…what doesn’t kill you makes you stronger right?

xoxo